Hallo zusammen, ich bin noch nicht so lange Tagesmutter, arbeite seit zwei Monaten in einer Familie bzw. alleinerziehende Mutter mit zwei Mädchen, 6 und 12 Jahre alt. Man sagte mir, es sei normale Tagespflege. Die Kinder sind sehr anstrengend, die Mutter hat mir einiges erzählt und auch die Kinder, so daß ich weiß, daß die familiären Verhältnisse und daß, was sowohl die Mutter als auch die Kinder erlebt haben, ziemlich heftig gewesen sein muss. Die Kleine hat fast jeden Tag mindestens einen heftigen Wutanfall, sie hat massive Verlustängste, jetzt nach 8 Wochen habe ich erreicht, daß sie ein bißchen Vertrauen gefaßt hat und sich nicht immer, aber manchmal von mir trösten läßt. So genau kann ich garnicht alles schildern, was ich in den letzten Wochen erlebt habe. Ich habe eine andere Tagesmutter gefragt, was ich machen soll. Ich bin der Meinung, daß die Kinder eigentlich Hilfe zur Erziehung brauchen. Es gibt auch eine Familienhelferin von der Caritas, die mit mir noch nicht geredet hat. Am Mittwoch hatte ich ein längeres Gespräch mit der für mich zuständigen Vermittlerin vom Jugendamt. Die hat sich zwar alles angehört und mir gesagt, sie hätte von den schwierigen familiären Verhältnissen in der Familie nichts gewußt. Donnerstag früh hatte ich dann eine Auseinandersetzung mit der Mutter (im Beisein der Kinder). Daraufhin sagte die Kleine dann auf dem Schulweg, wenn ich mit Mama streiten würde, müßte ich die Polizei holen. Dann habe ich versucht, die Familienhelferin zu erreichen, die aber leider krank ist. Ich habe an die Mitarbeiterin, die für Hilfe zur Erziehung zuständig ist, eine Mail geschickt, die Sie dann postwendend an meine Vermittlerin weitergeleitet hat, weil Sie für mich ja nicht zuständig ist.
Ich fühle mich total hilflos und von keinem ernst genommen. Ich würde diese Arbeit gern weitermachen, brauche aber Unterstützung und keiner glaubt mir. Kann mir eine raten, wie frau in solchen Fällen handeln kann.
Für Hinweise wäre ich sehr dankbar Heike
