Hallo,
ab nächste Woche soll ich einen Jungen als Maßnahme Hilfe zur Erziehung aufnehmen jeden Tag ca. 6 Std. auch WE. evtl. auch seinen älteren Bruder in Wochenpfege. Die Kinder werden grob verwahrlost und vernachlässigt, sind verhaltensauffällig und bindungsgestört. Nun haben die leibl. Eltern kein Auto und ich müsste das TP-Kind täglich abholen und wieder bringen ( täglich ca. 60km) Die Eltern leben von Harz IV und haben starke finanzielle Probleme und da kann ich wohl weder Essensgeld noch Fahrtkosten bekommen. Würde das in solchen Fällen auch das JA übernehmen? Immerhin ist es nicht grad wenig und Sprit ist teuer. Habe gestern noch eine Anfrage von "normalen" Eltern bekommen für Vollzeit, sie würden das Kind bringen und wieder holen, aber ich kann neben den schwierigen Kindern keine anderen mehr aufnehmen. Zumindest möchte ich das nicht, weil ich denke, dass die Kinder sehr viel Aufmerksamkeit brauchen und ich möchten den armen Seelchen hier meine volle Aufmerksamkeit und Zeit witmen. Gerade solche Fälle liegen mir als Pflegemama sehr am Herzen. ( wir betreuen seit Jahren ein schwerbehindertes Pflegekind und machen Bereitschaftspflege).
Nur wenn ich bedenke, dass ich momentan sowieso den verminderten Satz bekomme, weil die Kurse erst in Mai sind und dann die Fahrtkosten, Esssen, Wasser, Strom, Kleidung ( ich kann mir vorstellen, dass die Kinder neu einzukleiden sind, so war es zumindest oft bei verwahrlosten Haushalten) evtl. Windeln. Solche Eltern sind da oft sehr nachlässig, die geben 2 Windeln für den ganzen Tag mit. Da wird wohl so gut wie nix mehr überbleiben...
