Hallo und guten Morgen zusammen.
Ich war selber 10 Jahre Hausmann und Tagesvater (15 Monate bis 14 Jahre) und arbeite seit 2 Monaten, nun da meine Kinder groß sind, wieder außer Haus. Die Jahre waren für mich eine sehr gute Zeit aber: In der von Frauen dominierten Kindererziehung hat man es als Mann nicht immer leicht. Das Misstrauen, mit dem mir begegnet wurde hat meine Arbeit oft erschwert. Der Satz: "Aber Sie haben doch sicherlich auch was richtiges

gelernt", war oft (auch von Frauen) zu hören und noch der harmloseste. Die Bedenken, die Eltern (Mütter) sich wegen eines möglichen Missbrauchs ihrer Kinder machen sind in den letzten Monaten verständlicherweise stärker geworden.
Bei der Diskussion pro/kontra Tagesväter sollte nicht vergessen werden:
1.) Männer sind, nur weil "Vater", nicht automatisch gute TPP - Für Frauen gilt das Gleiche.
2.) Tagespflege ist keine Aufbewahrungsstelle für Kinder. Der gute Kontakt zur TPP und regelmäßige Austausch ist unerlässlich und deckt Probleme rechtzeitig auf.
3.) Missbrauch geschieht (auch wenn die Medien uns zur Zeit Anderes suggerieren) überwiegend im famliären Umfeld, relativ selten in Jugendgruppen, in der Tagespflege, in Kindergarten oder Schule.
4.) Die Erziehung von Kindern ist eine Arbeit, die gesellschaftliche Anerkennung braucht. Das mit der Qualifizierung zur TPP die Tätigkeit zum Beruf erhoben wurde ist ein positiver Schritt. Kinderziehung ist nie "nur".
Viel Spaß bei der Arbeit mit Kindern!
francisco